2013 beginnt nicht schlecht

Die erste Pressemitteilung des Heidelberger Zoos im Jahre 13 bezieht sich explizit auf das Artenschutzengagement des Zoos und wer auch immer dem Satz: „Der Schutz der natürlichen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.“ nicht zustimmen mag, der möge sich ins Knie ..., also ich meine, der kann einen Kniefall vor denjenigen machen, die Individualtierschutz ohne gründliche Abwägung über Arterhaltung stellen.
Dass das Buch „Individualtierschutz contra Arterhaltung“ einen Befreiungsschlag für die Zoowelt darstellen wird, wäre zu hoffen - immerhin ist es ein Statement, und zwar ein wichtiges und nachdenkliches.
Realität bleibt in unserer Bananenrepublik allerdings, dass die herrschende Meinung, die Meinung der Herrschenden ist. In Magdeburg und Naumburg waren das: Juristen.
Derweil beschäftigen sich die wirklichen Zooexperten, wie in allen Jahren zuvor, damit, wie die selbst gesetzten Ziele bei den Themen Natursensibilisierung, naturkundliche Bildung und Artenschutz zu erreichen sind, wie bisherige Erfolge verbessert und neue erzielt werden können.
Liest man den Artikel im Tiergarten Rundbrief über die Delphinlagune und das Manatihaus in Nürnberg, dann weiß man, wie so etwas auszusehen hat. Die Abwägungen, die die wissenschaftlich und tierpflegerisch höchst versierte Mannschaft im Vorfeld zur künftigen Haltung von Tümmlern und Seekühen gemacht hat, finden sich im Ergebnis aufs Deutlichste repräsentiert - ich verweise auf meine eigene, subjektive Wahrnehmung von November 2011 und stelle fest: Man hat alles richtig gemacht in Nürnberg.
So kann und muss es weitergehen in unseren Zoos!
Die Leser des Tiergarten Rundbriefes und Sie, liebe Leserinnen und Leser, so gerne ich sie/Sie alle habe, sie/Sie reichen als Publikum für solches Wissen aber so gar nicht aus!
Mögen wir alle mehr erreichen.

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 07.01.2013



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Quellen: