Zitterpartien

Wer den Tierpark Zittau kennt, der weiß, dass man dort in der Lage ist, aus wenig viel zu machen - sowohl baulich als auch im Hinblick auf das Angebot für die Besucher. Der Begriff Tierpark trifft längst nicht mehr das, was diese umweltpädagogisch hoch engagierte Einrichtung ausmacht.
Nun ist dieser Park ein Opfer der Fluten geworden und es tut so gut, zu hören, wie engagierte Besucher bei der Rettung der Tiere halfen und jetzt nachträglich Hilfsangebote auch über Verbandsgrenzen hinaus eingehen. DTG oder VDZ spielt dabei keine Rolle! So muss das sein!

Auf anderer Ebene hat man die Scheuklappen noch lange nicht abgelegt. Wenn ich mir die derzeitigen Stellenausschreibungen für Direktorenposten ansehe, dann läuft da alles auf die alte Kaderpolitik hinaus und man scheut sich dennoch nicht, die sprichwörtliche „Eierlegende Wollmilchsau“ zu suchen. Käme ich in die Situation, einen neuen Zoo-/Tierparkdirektor zu suchen, die Ausschreibung wäre kurz und bündig: „Suche Querdenker!“

Auf gänzlich anderer Ebene verquer geht’s in der Elbstadt mit Michel zu. Immer wieder wird hier aus einem alten Privatzoo heraus auf hohem Niveau gejammert. Erst ist der Winter zu kalt und dann der Sommer zu heiß. Soweit ich weiß, betrifft das Wetter viele Unternehmen und ich bin überhaupt kein Gegner staatlich subventionierter Wissenschafts-, Bildungs- und/oder Freizeiteinrichtungen, aber bei Hagenbeck sollte man sich langsam entscheiden, ob man noch in der Lage ist, das Ganze als Familienbetrieb zu führen, oder ob man die Verantwortung nicht besser abgegeben sollte.
Hagenbecks Leistungen gehören bewahrt, die Pfründe der Familie, die ohnehin nur noch mit Bindestrich existiert, meines Erachtens nicht.

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 15.08.2010



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Links und Quellen (nehmen heute bezeichnenderweise beinahe genauso viel Raum ein, wie obenstehender Text):