Der G-Punkt

Dass dem Heidelberger Zoo eine Erweiterung gut zu Gesicht stünde, kann man gar nicht laut genug kundtun.
Ob sich allerdings die Herren Kommunalen von dem furchtbaren Gedanken an den Verlust von Gayalen zu erhöhter Aktivität anspornen lassen, bleibt eher zweifelhaft. Berufspolitiker sind Durchschnittszoobesucher und die denken bekanntlich in Elefanten-, Löwen-, Affen- und Pinguinkategorien, denen werden auch dann nicht die Hosenbeine schlottern, wenn man ihnen erklärt, dass „nach Nashörnern, Geparden, schottischen Hochlandrindern, Tapiren und einigen anderen Tierarten, die Gayale die nächsten sind, auf die die Besucher aus Platzgründen verzichten müssen.“
Die wissen ja gar nicht, was ihnen da entgeht. Gut, der Gayal ist nur ein Haustier, aber was für eins. Hochlandrinder? Weg damit, die stehen mittlerweile auf jedem Biobauernhof herum, aber Gayale, die gibt man nicht einfach weg. Schon gar nicht, um den Platz künftig für Shetland-Ponys zu nutzen. Es gibt nur ein einzigen vernünftigen Grund, auf die Haltung von Gayalen zu verzichten: Gaure halten. Punkt!

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 15.02.2011



____________

Link: