Man kann gar nicht so ko(s)misch denken, wie es manchmal kommt

Gerade habe ich noch angestrengt versucht, einen Pseudo-Ethno-Namen zu kreieren, der dem Prof.-Brandes-Haus in Dresden glücklicherweise erspart blieb, da kommt aus Leipzig die Meldung, dass der Kanal, auf dem im Gondwanaland dereinst eine Bootsfahrt angeboten werden wird, ab sofort den Namen „Gamanil“ trägt.
Unabhängig von der Überlegung, wie man das, insbesondere im schönen Sachsen, betonen mag (gamma-Nil, Ga-manil, Gaman-Il, gam-anil oder gá-mán-il) frage ich mich, ob man die Buchstaben nicht ein wenig kreativer hätte durcheinander wirbeln sollen: „Nilagma“ z.B. wäre doch hübsch gewesen. Da böten sich, dann von hinten nach vorne, einige Assoziationen an: Z.B. an das Magma des Vulkans, den Gondwanabesucher bald virtuell erleben dürfen, oder an Agamen, die möglicherweise eines Tages frei durch die Halle streifen werden, oder an den Nihilismus, dem man frönen kann - oder auch nicht.

Nun, es ist „Gamanil“!
War das nicht ein Zwerg aus diesem epochalen Buch von J.R.R. Tolkien?

Ratlos verbleibt
Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 06.05.2011



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