Tod eines Fluchttieres

Jeder vernünftige Privattierhalter, der sich ein neues Tier zulegt, informiert sich über die bisherigen Lebensumstände seines neuen Mitbewohners und wird, dort wo es nötig ist, die vorherigen Bedingungen zunächst eine Zeit lang nachstellen, um eine reibungslose Eingewöhnung zu gewährleisten.
Wenn man nun in der Onlineausgabe der Sächsischen Zeitung lesen muss, dass ein Przewalski-Pferdehengst aus Chemnitz nach Leipzig zum Decken der dortigen Stuten verbracht wurde und die Nacht in einem Stall verbringen musste, obwohl er in Chemnitz immer im Freien war, dann fehlte es eventuell an lebensnotwendiger vorheriger Kommunikation oder eine trügerische „Das-haben-wir-doch-schon-etliche-Male-so-gemacht-Sicherheit“ verhinderte längeres Nachdenken über eine komplikationslose Eingewöhnung.
Der Hengst starb an Verletzungen, die darauf deuten, dass er in Panik geriet.
Ein panisches Pferd ist schnell ein totes Pferd.
Panik gilt es daher unbedingt zu vermeiden.
Dem Pferd einen Selbstmord anzudichten, wie es einige Schlauberger laut Meldung eines unsäglichen Boulevardblattes, das gerne auf Äußerungen solcher Krakeelprosaiker zurückgreift, tun, zeugt von ganz anderer Panik, die wir hier aber nicht näher untersuchen wollen.
Untersuchen sollten die beiden Zoos, wo der Fehler genau lag, dann sollten sie ihre Schlüsse ziehen und abschließend die Öffentlichkeit dezidiert informieren.

Zebrafinken sind ein exzellentes Futter für Tiere, die gerne kleine Vögel fressen und wie lange man versuchen sollte, ein krankes Tier wieder auf die Beine zu bringen oder wann der Zeitpunkt erreicht ist, das Tier besser zu erlösen, das ist immer wieder von neuem eine quälende Einzelfallentscheidung, die den betreuenden Personen niemand abnehmen kann.

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 04.09.2011



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Quellen: