Neuruppin

Wegen der sensationellen Erdmännchenmeldung aus der vorherigen Woche habe ich es beinahe vergessen, ein dickes - nein, ein fettes Lob loszuwerden, von dem ich mir ganz fest vorgenommen hatte, es laut und deutlich in die Welt hinauszuposaunen.
Da mich meine Mitmenschen für weniger als auch nur minder musikalisch bemittelt halten und damit vermutlich recht haben, halten Sie sich jetzt vielleicht besser die Ohren zu.
Dann verpassen Sie allerdings das Lob - das fette!
Tja, ... böse Falle! Entscheiden Sie selbst: Hörsturz oder eine überschwängliche Lobhudelei an einer Stelle, wo sie geradezu Artenschutz benötigt!?

Ich lege jetzt los:
TÖRÖÖ!
Zwischen den Jahren bin ich im Tierpark Kunsterspring in der möglicherweise schönen Fontanestadt Neuruppin (ich kenne leider nur ihren Tierpark) auf einen der besten Zookassenkassierer getroffen, den ich seit langem in meiner nun auch schon ein paar Tage andauernden Lebenszoobesuchszeit erleben durfte.
Das, was dessen Tätigkeit ausmachte, waren:
Eine nette jahres- und tageszeitbezogene individuelle Begrüßung.
Eine freundliche, kompetente, aufmerksame und damit wieder individuelle Bedienung.
Und final: Eine beinahe schon herzlich zu nennende, aber eben doch professionelle und keinesfalls rangeschmissene oder gar amerikanisch daherkommende jahres- und tageszeitbezogene individuelle Verabschiedung!
Man hatte ganz klar den Eindruck, dass dieser Herr seinen Job mit Freude ausübte, oder aber ein derartig perfekter Dienstleister war, dass es zumindest danach aussah!
So etwas kann eigentlich nur dann funktionieren, wenn die Unternehmen, in dem solche Menschen arbeiten, diesen Qualitätsstandards in ihrer Gesamtheit selbst gerecht werden.
Im Tierpark selbst bin ich, in der (für mich neuen) begehbaren Schwarzstorchvoliere, die gerne noch ein bisschen zuwuchern darf - der Schwarzstorch ist schließlich ein Waldbewohner - dank des besucherwegnah angelegten Teiches, in dem die beiden Storchenschönheiten herumstocherten, zwei Schwarzstörchen so nahe gekommen, wie beinahe noch nie in meiner, wie oben schon erwähnten, nicht ganz so kurzen Zoobegehungskarriere.
Mustermitarbeiter und unbefangene Störche, die bereitwillig das Geheimnis ihrer keinesfalls ausschließlich schwarzen Gefiederfärbung preisgeben - da kommt man gerne wieder.

Ich könnte mich jetzt noch über Zajacs Hundewelpen und die „Züchter“ die ihm ihre Welpen überlassen, auskotzen, weil diese Welpen jetzt die wichtigsten Wochen ihres Lebens zwischen gekachelten Wänden verbringen müssen, anstatt durch die Teilnahme am wahren Leben vernünftig sozialisiert zu werden - aber dazu habe ich jetzt echt mal überhaupt keine Lust!

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 15.01.2012



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