Alles abknallen

Das ganze Raubtiergesindel, das Eulenpapageien, Takahes und Kiwis frisst, es gehört in seine Schranken verwiesen, dort wo es nicht hingehört, es kann sich dafür bei den Menschen bedanken, die es einst aktiv oder passiv in die fremden Lebensräume eingebracht hat.
Flamingos, Pinguine und Kängurus, die in Deutschland vom Fuchs gefressen werden, können sich ihrerseits bei jenen bedanken, die sie in die Jagdreviere einheimischer Raubtiere setzen und dann nicht bereit sind, sie vor deren Zugriff zu schützen.
Das soll ein guter Grund sein, ein Tier zu töten: Weil es Tiere frisst, die wir ihm körperwarm in gemütlicher Umgebung servieren?
Beim Wolf ist man sich hierzulande mehrheitlich einig, dass derjenige, der in Wolfsrevieren Tiere hält, selbst für deren Schutz sorgen muss, mit Zäunen, Herdenschutzhunden, Vergrämung, aber keinesfalls mit Abschuss.
Bei der Bekämpfung der Tollwut setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Bejagung von Füchsen sinnlos ist, weil jedes freiwerdende Revier umgehend von einem zuwandernden Jungfuchs übernommen wird.
Nun will eine Institution, die sich der Freude am Tier, der naturkundlichen Bildung, dem Natur- und Artenschutz verpflichtet fühlt, auf ihrem Gelände Füchse fangen, schießen, töten.
Das ist eine völlig falsche Herangehensweise und kein gutes Signal für die Kundschaft!
Fuchs schmeckt nicht, lässt sich schlecht verfüttern, dass der Tierpark Berlin künftig Fuchsfellmützen herstellen möchte, scheint eher unwahrscheinlich, also sehe ich keinen guten Grund, die in Friedrichsfelde herumstreifenden Füchse zu eliminieren.
Im Park der grünen Zäune sollte es auch andere Möglichkeiten geben, die Hotelgäste vor vagabundierenden Einheimischen zu schützen.

Fuchsbejagung gehört nicht in den Zoo!
Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 10.12.2012



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