Hannover, Hannover, wir fahren nach Hannover ...

Was schon phonetisch beknackt klingt, bringt uns im Hinblick auf Zoogestaltung und Zoofinanzierung auch nicht wirklich weiter. Die „Klassenfahrt“1 der Berliner Parlamentarier mit dem neuen Direktor der beiden Hauptstadtzoos ist als Charmeoffensive eine nette Idee, und wenn diese Tour die öffentlichen Kassen öffnen sollte, war sie nicht umsonst, schließlich hat Hannover bewiesen, dass man, wenn einem die einen öffentlichen Gelder für Investitionen nicht zur Verfügung stehen, einfach andere öffentliche Gelder verwenden kann ...
Konzepte ersetzt das allerdings nicht!
Der neue Direktor in Berlin bemüht sich, zu versichern, dass es etwas Neues, Eigenes werden müsse, in Berlin, dennoch gab es mir persönlich in der jüngeren Vergangenheit ein bisschen zu viel Hannover in der Argumentation - ein Meerschweindorf hinterm Eingang braucht z.B. kein Schwein.
Das, was in der weniger jungen Vergangenheit in eine Richtung übertrieben wurde, darf nun nicht in die andere übertrieben werden.
Kein Mensch braucht Berberhirsche in Europa.
Umgekehrt bringt es nichts, am Eingang eines Tierparks, der uns mit Arten beglückt, für die wir weit fahren müssten, um sie lebend zu Gesicht zu bekommen, wenn es sie nicht in Berlin gäbe, Haustiere zu präsentieren, die bestenfalls als Mähnenwolffutter taugen.

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 15.06.2014



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1http://www.berliner-zeitung.de/berlin/zoo-besuch-in-hannover-zoo-chef-knierim-zeigt-
-wie-er-es-macht,10809148,27457302.html