Prost Neujahr

Weihnachtsfest und Jahreswechsel liegen hinter uns, mögen Sie liebe Leserinnen und Leser alles gut überstanden haben.

Überstehen muss man heutzutage häufig, dank medialer Globalisierung, eine Menge gequirlte Kacke.
Erreichten die blöden Blätter mit den roten Buchstaben früher nur diejenigen, die auch bereit waren, für den Erwerb dieses Schunds Geld auszugeben, können sie heute darauf bauen, dass sich ihre kruden Meldungen in Sekundenschnelle international verbreiten und Wellen schlagen, auch wenn es sich beim Thema einer solchen Meldung nur um einen Delfin namens „Nami“ handelt.
Natürlich findet sich bei einem solch weltbewegenden Umstand, gerne auch außerhalb der blöden Blätter, auf irgendwelchen kruden Pressemitteilungsboards oder Minderheitslobbyisten-Internetauftritten, immer jemand, dessen Erregungskurve spontan über seine Hutschnur hinaus-schießt: Wie kann man nur einen Delfin „Nami“ nennen, da kann man doch ein Tsu- davor setzen und damit beleidigt man dann doch alle Japaner, aber heilige Scheiße ja, die darf man ja beleidigen, die töten ja Delfine, die Japaner und zwar alle Japaner, ohne Ausnahme, und dann verspeisen sie sie und wenn sie sie nicht töten, um sie aufzuessen, dann verhökern sie sie, und zwar an Delphinarien, insbesondere an deutsche, von denen gibt es an jeder Ecke eins, den Delphinverbrauch muss man sich mal vorstellen, heute im Jahre 2015 und die Dänen, haben Sie schon mal über die Dänen nachgedacht, die killen wahllos Hunde, insbesondere solche von deutschen Touristen und sie killen Giraffen, insbesondere ganz kleine süße Babygiraffen-Jungs und das finden Tausende von denen doof, die größtenteils keine Dänen sind*.
Stattdessen haben im Jahr 2014 bis zu zehn Prozent (je nach Region) mehr Deutsche, als im Vorjahr Urlaub in Dänemark gemacht - Boykott sieht anders aus - und auch ich bin gerade, wie auch letztes Jahr, wieder in Dänemark (seit einer ganzen Woche schon) und was soll ich sagen, es hat noch nie-mand versucht, meinen ziemlich größenwahnsinnigen, unkastrierten, extrem dominanten Rüden namens Finn einzuschläfern. Sollte es daran liegen, dass ich als Halter grundsätzlich dafür sorge, dass er weder ihm unbekannte Artgenossen, noch fremde Menschen ungebührlich belästigt, obwohl er optisch derartig harmlos daherkommt, dass er als „Katze to go“ durchginge, dann wünschte ich mir, dass solches Verhalten von Hundehaltern auch in meiner ansonsten sehr schönen Heimatstadt Berlin häufiger zu erleben sei.

Ein gesundes neues Jahr
wünscht Ihnen
Ihr
Carsten SchöneHaurvig, den 01.01.2015



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*Siehe auch: Zookritik vom 12.02.2014, Giraffe Marius

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Quellen: