Und heute: Vor die Wölfe gehen

Das Onlineerzeugnis des eigentlichen Druckerzeugnisses „Die Welt“ schürt die Angst vor dem Wolf mit der unsäglichen Überschrift eines Artikels: „Wie die Politik die Angst vor dem Wolf weglächelt“:
Aus dem Inhalt :
Ein Schafbesitzer in Schleswig-Holstein hat Schafe durch einen Wolf verloren. „Ein Elektrozaun schützt jetzt die Schafherde …“
Warum erst jetzt? Im Jahre 2012 wurde im dänischen Nationalpark Thy (ein toller, sehr sehenswerter Nationalpark übrigens) ein toter Wolf gefunden, von dem wir heute wissen, dass er aus Sachsen kam.
Spätestens seit diesem Zeitpunkt kann jeder norddeutsche Viehhalter wissen, dass es besser wäre, seine Tiere zu schützen, sei es mit Elektrozäunen, Herdenschutzhunden oder Eseln. Jeder Hobbytierhalter, der Hühner hält, wird alles daran setzen, dass Steinmarder, Fuchs und Habicht seinen Tieren nicht gefährlich werden können.
Und weiter „ … der Schafhalter erhält für den Verlust seiner Tiere eine finanzielle Entschädigung.“
Der Hühnerhalter bei dem Verlust durch besagte andere Beutegreifer nicht. Wozu auch? Für die eigene Dummheit?

Außerdem sei ein Jäger angegriffen worden, heißt es in einem dazugehörigen Video. Wir erfahren aber nur, dass der Wolf auf den Herren zugelaufen sei, dass der (der Jäger) dann Angst bekommen habe, deshalb vor den Wolf in den Boden geschossen habe, worauf der Wolf beigedreht hätte und der Jäger anschließend total froh gewesen sei, eine Waffe dabei gehabt zu haben.
Was ist das für ein tapferes Jägerlein, das nicht in der Lage ist, mit dem Kolben seines Gewehres einem Wolf derartig eins über den Schädel zu ziehen, dass der nie wieder Lust hat, einen Menschen beschnuppern zu wollen? Wer als Jäger nicht den Mumm oder die Reflexe hat, die Begegnung mit einem einzelnen Wolf durchzustehen, möge bitte mit seinem Hintern zu Hause bleiben und Ego-Shooter spielen.
Natürlich werden wir in Zukunft dem einen oder anderen Wolf Feuerwerk unterm Hintern machen, oder ihm Gummigeschosse aufs Fell „brennen“ müssen und zur Not, und das sagt auch deutlich ein im Beitrag zitierter Wolfsexperte, muss vielleicht auch mal ein allzu aufdringliches Tier erschossen werden.
Warum auch nicht, aber dazu muss ein solches Tier erst einmal beweisen dürfen, dass es bereit ist, Probleme zu machen. Beute machen, um einen Trecker herumlaufen und einen Jäger angucken, reichen zwar für die Gummigeschosse, aber nicht für Panikmache.

Des Menschen Wolf ist im Jahre 2015 der Krankenhauskeim - auch Antibiotikaresistenz genannt.
Da begegne ich echt lieber dem Vierbeiner.

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 01.05.2015



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Quellen: