Des Menschen Wolf

In der Ausgabe vom 15. November wollte ich mich auf einen Text beziehen, den es am 11.11., am St. Martinstag also, auf den Internet-Seiten des Norddeutschen Rundfunks zu lesen gab.
Als am 13. November dann in Paris Angehörige der sogenannten Krone der Schöpfung erneut bewiesen, dass einige Nachfahren der Schöpfung ordentlich einen an der Krone haben, konnte ich diesen Artikel mit der darin zitierten Rhetorik nur noch als grauenvolle Realsatire lesen. Ich stelle ihn hier und heute unkommentiert ein:

"Er muss erschossen werden." Mit klaren Worten hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann die Tötung der Wölfin von Goldenstedt gefordert. Angermann sprach am Mittwoch in einer teilweise erregten Debatte als erster Abgeordneter zum Thema Wolf, kritisierte Umweltminister Stefan Wenzel von den Grünen - und hielt nicht hinterm Berg mit seiner Meinung zu Wolf und Wenzel. Der Goldenstedter Wolf verhalte sich nicht wie ein normaler Wolf. "Er verhält sich nicht artgerecht und hätte schon nach dem 2. Oktober entnommen werden müssen", sagte Angermann. Damals waren neun Schafe gerissen worden. Nur wenige Wochen später soll der gleiche Wolf einen Zaun überwunden haben, der gerade erst erhöht worden war - und erneut ein Schaf getötet haben. "Für diesen Wolf gibt es keine Präventionsmöglichkeiten mehr. Er hat gelernt, ein Blutbad anzurichten", schloss Angermann in der aktuellen Stunde im Landtag. Die Regierung aber verschließe die Augen. "Es ist eine Katastrophe für die Tiere und die Tierhalter", sagte Angermann.“ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/
CDU-fordert-Wolf-muss-erschossen-werden,wolf2106.html

Carsten SchöneBerlin, den 16.11.2015