Ulm

Wie ich an dieser Stelle mal beiläufig fallen ließ, habe ich mich im Jahre 2013 tatsächlich für die Stelle des Tiergartenleiters in Ulm beworben.
Dass man mich nicht genommen hat, nehme ich niemandem übel, ich selbst weiß zugegebenerma-ßen nicht, ob ich in der Lage gewesen wäre, mich wieder in die Strukturen des öffentlichen Dienstes einzufinden und einzugliedern, schließlich habe ich meine Karriere als Geschäftsführer einer kleinen Artenschutzorganisation (der IGAR) quasi damit begonnen, dass ich eine vielversprechende Beamtenlaufbahn mir nichts Dir nichts an den Nagel gehängt habe, bevor sie richtig begonnen hatte1, was ich bis heute nicht einen Moment bereut habe.
Nun muss ich lesen, dass die Stadt Ulm der Meinung ist, der Tiergarten brauche eine Neuausrichtung. Natürlich braucht er die, nichts anderes habe ich den Herrschaften in und mit meiner Bewerbung von August 2013 versucht, deutlich zu machen. Mein Vorschlag war, ausgehend vom bestehenden Donauaquarium und der Lage am Ausee, den Tiergarten UIm zu einem Auwald-Zentrum zu machen, so hätte man Tiere der ganzen Welt, die einen Lebensraum bevorzugen, in dem sich Wald und Wasser treffen, präsentieren können und sich damit, die Vergangenheit im Blick behaltend, der Zukunft als Artenschutzzentrum zuwenden können.
Weiter muss ich jetzt lesen, dass man sich für die Neuausrichtung ein Konzept eingeholt hat.
Ich kenne die neue Tiergartenleiterin nicht und möchte über sie persönlich kein schlechtes Wort verlieren, was ich aber nicht verstehe und das habe ich in der Vergangenheit auch schon über andere Einrichtungen geschrieben: Warum stellt man Führungspersonal ein, das nicht in der Lage ist, selbst Konzepte zu entwickeln, warum bezahlt man Menschen dafür, eine Einrichtung zu leiten und andere dafür, diese neu zu konzipieren, das sollte doch in Personalunion möglich sein - alles andere ist rausgeschmissenes Geld.
Das Konzept sieht vor, das Thema Donau auszubauen, auf „so beliebte Tiere, wie Affen oder Krokodile soll auch beim neuen Konzept nicht verzichtet werden.“ Wie die zum Thema Donau passen sollen erschließt sich mir nicht, aber diejenigen die dieses Konzept entwickelt haben, die Angehörigen der Firma „Tiergartengestaltung & Tiergartenbedarf Wiesenthal“ nämlich, sind bekannt dafür halbseidene Konzepte zu entwickeln, Stichwort: „Zoo der Großen Tiere“ und in der Vergangenheit haben sie auch einfach mal eine komplette Konzeptidee geklaut, Stichwort: Hanse-Zoo - nur hieß der bei uns, der IGAR, noch Hanse-Tierpark2.
Ich habe für all das kein Verständnis.

Carsten SchöneBerlin, den 15.01.2016



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1nachzulesen in „Umgeben von Stinktieren“, erhältlich auf: http://www.schoenes-tierleben.de/html/shop.htm Dort: runterscrollen zu: Umgeben von Stinktieren.
2nachzulesen auf: http://www.raubtierpark.de/deu/html/news.htm Dort: Meldung vom 14. Oktober 2009

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Quellen: