Funktionierende Notfallpläne

Erneut hat ein deutscher Zoo seine Professionalität unter Beweis gestellt und wird nun dafür an den Pranger gestellt, von Medien, die sich nicht zu blöd sind, krude Einzelmeinungen von Facebook-Benutzern zu zitieren und damit den Eindruck erwecken, dass es tatsächlich vernunftbegabte Menschen sind, die das Leben eines Tieres über das von Menschen stellen. Warum solche Menschen jedoch immer noch mit ihrer puren Existenz anderen Lebewesen den Lebensraum streitig machen, lässt sich mit Vernunft nicht erklären.
Es gibt dann noch medial beglaubigte Experten, die wollen uns weismachen, dass Löwen und Tiger Freiheitsliebe besäßen. Na, holla! Die Begriffe Freiheit und Liebe vereint in dem Hirn einer Großkatze, deren Lebenszeck es ist, die eigenen Gene zu verbreiten, indem sie die Gene anderer Lebewesen vertilgt. Dolles Ding!
Manch Mensch weiß mit der ihm theoretisch gegebenen Freiheit wenig anzufangen. Wenn 14% von den 60 Prozent, die die ihnen gegebene Wahlfreiheit nutzen, eine Partei wählen, die nicht gerade im Ruf steht, individuelle Freiheiten stärken zu wollen, scheint es mit dem Bedürfnis nach Freiheit beim Homo sapiens nicht weit her zu sein. Und wenn man sich das stereotype Verhalten der lieben Mitmenschen anschaut, deren Leben so unglaublich vielfältig zwischen ihrem Dienst für den Arbeitgeber, dem Konsum von neuester Elektrotechnik und spektakulärem, am Strand einer Insel verbrachten Jahresurlaubs oszilliert, dann ist es schon mutig, einem Löwen darüberhinausgehende Bedürfnisse zu attestieren.
Kommen wir zur Liebe, von der schließlich alle Menschen wissen ..., also glauben ..., glauben zu wissen ..., zu wissen glauben, na, der Löwe der wird’s wissen und deshalb liebt er die Freiheit - über alles - lasst die Löwen wählen gehen!

Ihr
Carsten SchöneBerlin, den 01.10.2016



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